Altenpflegerin - das ist mein Traumberuf!
DUISBURG (18.10.2011). Am 1. Oktober 2011 haben sieben Frauen und Männer ihre dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin beziehungsweise zum Altenpfleger bei der AWOcura begonnen. Es sind: Maren Köhler (18), Paola Likova (21), beide im Seniorenzentrum Lene Reklat in Rheinhausen, Florian Czapinski (20) in Vierlinden, Claudia Rockenfeller (42) und Janina Grensmann (21) Im Schlenk sowie Christoph Belghaus (18) und Christina Barthel (21), die beide im Seniorenzentrum Ernst Ermert in Duissern arbeiten werden. Vor die Praxis hat der Ausbildungsplan die Theorie gesetzt. Für drei Monate besuchen die neuen AWOcura-Azubis das AWO-Fachseminar in Oberhausen. Auf dem Stundenplan stehen da Fächer wie Rechtskunde, Krankheitslehre oder Soziologie. Ab Januar beginnt dann der Berufsalltag im Pflegeheim. Melanie Maric unterstützt als Praxisbegleiterin die Frauen und Männer bei der täglichen Arbeit, die mitunter auch stressig ist. Schrecken kann die Herausforderung dieses sozialen Berufs jedoch keinen der Azubis. Sie alle bringen Erfahrung mit.
Was auffällt: Eine Ausbildung zur Altenpflegerin ist kein Jungmädchen-Traum, der während langweiliger Mathestunden in der Schule reift. Alle Azubis haben bereits den Beruf kennengelernt und sich ganz bewusst entschieden. Florian Czapinski bewarb sich nach seinem Zivildienst in einem Altenheim bei der AWOcura. Maren Köhler, Janina Grensmann und Paola Likova wählten ihren Beruf jeweils nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einem Seniorenzentrum. Claudia Rockenfeller kehrte nach der Familienphase ins Berufsleben zurück, bevor sie sich nach vier Jahren als Pflegehelferin zu einer Ausbildung entschloss. Doch für Neu-Duisburgerin Janine Grensmann steht auch fest: „Das ist mein Traumberuf. Ich möchte nichts anderes tun.“ Ihre Kollegin Poala Likova erklärt, warum das so ist: „Ich mache etwas, das wirklich gebraucht wird.“
Melanie Maric sieht in der praktischen Vorerfahrung einen bedeutenden Vorteil. „Zum einen wissen die Azubis, was sie erwartet. Zum anderen können auch wir während eines Praktikums oder des Freiwilligen Sozialen Jahres sehen, ob ein Bewerber wirklich geeignet ist. Denn längst nicht jeder kann die Anforderungen erfüllen.“ Denn die Herausforderung besteht auch darin, eigenständig zu arbeiten. Das bestätigt auch Maren Köhler: Es steckt viel mehr dahinter, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt.“ Melanie Maric zählt es auf: „Schichtführung, Gespräche mit Angehörigen, das Stellen von Medikamenten.“ Wichtig ist, mit Menschen umgehen zu können. Empathie - das Ein- und Mitfühlen - prägt ganz wesentlich das Berufsbild. Maren Köhler dazu: „Gerade Patienten mit Demenz sind oft sehr dankbar, wenn sich ihnen jemand zuwendet. Da kommt dann auch ganz viel zu einem selbst zurück.“
Talente lassen sich da durchaus auch später entdecken. Die gelernte Arzthelferin Claudia Rockenfeller wurde während ihrer Arbeit als Helferin auf die Möglichkeit einer Ausbildung angesprochen. „Ich habe gesagt, das ist gut und dann die Chance genutzt.“ Dass der Beruf durchaus auch Männer reizt, beschreibt Florian Czapinski: „Meine Freunde haben sich überhaupt nicht gewundert, als ich mich für diese Ausbildung entschieden habe. Ich hatte schon immer eine soziale Ader, deshalb ist Altenpflege genau richtig für mich.“
Bei der AWOcura sind derzeit insgesamt 21 Auszubildende tätig. Nach drei Jahren erfolgt die Prüfung zum Examen. Als Fachkraft erhält eine Altenpflegerin bei der AWOcura derzeit etwa 2365 Euro, und damit 300 Euro mehr als im Tarifbereich für Berufseinsteiger bezahlt wird. Der Beruf bietet zudem Aufstiegschancen, dazu gehören unter anderem Zusatzqualifikationen, zum Beispiel im Bereich Demenz oder Palliativ Care. Wohnbereichsleitung oder Heimleitung sind weitere Aussichten auf eine berufliche Karriere im Bereich der Pflege.
Weitere Informationen erteilt Herr Michael Harnischmacher, Telefon: 0203 3095-550.
Telefon: 0203 3095-0
Mo.–Fr. 8 bis 17 Uhr
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